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Surfen lernen in Portugal

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Portugal gilt als eine der besten Surfregionen Europas und eine sehr gute Alternative auch für Surfeinsteiger zu einem Surfurlaub in Frankreich. Beide sind gute Surfregionen, aber sie fühlen sich für Anfänger ziemlich unterschiedlich an. Fragt man erfahrene Surfer, hört man oft: „Frankreich lernt dich paddeln und durchs Weißwasser kommen, Portugal lernt dich Wellen surfen.“

Dieser Artikel richtet sich eher an Surfeinsteiger – von den besten Surfregionen über Empfehlungen zu Surfcamps bis hin zur richtigen Ausrüstung.

Inhaltsverzeichnis

Warum Portugal perfekt für Surfanfänger ist

Die Atlantikküste Portugals bietet das ganze Jahr über konstante Wellen. Besonders im Sommer sind die Bedingungen für Einsteiger oft ideal: sanfte Wellen, angenehme Wassertemperaturen und schönes Wetter. Dazu kommt das große Angebot an Surfschulen und Surfcamps, die sich auf die unterschiedlichsten Zielgruppen wie Familien oder alleinreisende Surfanfänger spezialisiert haben.

Beste Reisezeit zum Surfen lernen

Portugiesische Surfer Algarve

Die Monate von Mai bis Oktober sind für Surfanfänger am besten. In dieser Zeit ist das Wetter stabil, das Wasser vergleichsweise warm (als Neoprenanzug reicht ein 3/2mm Anzug) und die Wellen sind nicht zu kräftig und angsteinflößend.

Im Hochsommer ist allerdings mit viel Trubel an den bekannten Spots zu rechnen – wer es ruhiger mag und es sich zeitlich einrichten kann, sollte daher eher im Frühling oder Spätsommer nach Portugal reisen, dann wird aber oft ein dickerer Neoprenanzug benötigt.

Die beliebtesten Surfregionen für Anfänger

Peniche baleal portugal surfen

Je nach Bedingungen ist das Surfen für Anfänger grundsätzlich an der gesamten West- und Südküste Portugals möglich. Die Wassertemperaturen in den Sommermonaten liegen hier zwischen 20 und 22°C. Die folgenden Regionen bieten aber besonders gute Wellen für den Einstieg und eine tolle Infrastruktur.

1. Algarve – Wellenparadies im Süden

Die Algarve punktet mit einer Vielzahl an Surfstränden, die sich je nach je nach Swellrichtung und Swellgröße auch für Anfänger eignen. Besonders an der Westküste (zwischen Sagres und Odeceixe) findest du viele surfbare Buchten mit sanften Beachbreaks, die ideal sind zum Surfen lernen. Spotcheck auf eigene Faust kann aber sehr zeitaufwendig sein. Deshalb ist es von Vorteil mit einem Surflehrer oder Guide unterwegs zu sein.

2. Ericeira – Europas Surf-Mekka
Nur etwa 45 Minuten entfernt von Lissabon liegt Ericeira, Portugals erstes und einziges „World Surfing Reserve“. Hier finden sich viele gute Spots mit Wellen für jedes Level – inklusive anfängerfreundlicher Beachbreaks wie Foz do Lizandro. Da hier die meisten Surfspots Reefbreaks sind, kann es allerdings im Hochsommer an den wenigen Beachbreaks extrem voll werden.

3. Peniche – Surfen fast das ganze Jahr
In der Surfregion von Peniche kannst du auch als Anfänger bei fast jeder Swell- und Windrichtung surfen gehen – ein großer Vorteil! Der berühmte Surferort Baleal in der Nähe von Peniche bietet geschützte Surfstrände mit kleineren Wellen, die perfekt zum Üben sind. In der Bucht von Baleal ist viel Platz für Surfer und hier kann man auch sanfte Wellen surfen, wenn sonst überall nur große Wellen brechen. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine Unterkunft von der man zu Fuß zum surfen gehen kann.

4. Costa da Caparica – ideal für Lissabon-Trips
Nur eine halbe Stunde südlich der portugiesischen Hauptstadt findest du lange Sandstrände, viele Surfschulen und Surferbars. Die langgestreckte Costa da Caparica ist perfekt für alle First Timer, die ihren Surfurlaub mit einem Städtetrip nach Lissabon verbinden wollen. Hier gibt es wie in Frankreich einen langen Sandstrand, wo sich auch zur Hochsaison die Surfer gut verteilen.

Grundsätzlich gilt: je weiter du in den Süden von Portugal gehst, desto wärmer wird das Wasser. Im Süden der Algarve sind die Wellen eher kleiner als an der Westküste.

Tipp: Wo kann man in Portugal am besten surfen lernen?

Die besten Orte, um in Portugal surfen zu lernen, sind:

Algarve – ideal für Anfänger, viele geschützte Buchten
Peniche – konstante Wellen, viele Surfschulen
Ericeira – eher für Fortgeschrittene geeignet

Für absolute Anfänger ist die Algarve meist die beste Wahl.

Surfern lernen mit oder ohne Kurs?

portugal surfen freunde

Surfen lernen ohne Kurs oder Surfcamp ist schlechte Idee. Gerade am Anfang lohnt es sich sehr, einen Surfkurs zu buchen. Die richtige Technik, Sicherheitsregeln, das Lesen der Wellen – all das lernst du deutlich schneller mit professioneller Anleitung. Viele Surfcamps in Portugal bieten neben Surfunterricht auch Unterkunft, Equipment und Yogasessions an, was deinen Surfurlaub besonders komfortabel macht.

Das passende Surfcamp

Surfschule surfcamp in der Algarve

Der beste und effektivste Einstieg in die Welt des Surfen, ist ein zweiwöchiger Aufenthalt in einem Surfcamp: Du verbringst die Zeit gemeinsam mit Gleichgesinnten, bekommst alle Grundlagen in Surftheorie und -praxis vermittelt und wirst auch außerhalb der Surfkurse rundum gut versorgt.

Das Angebot an Surfcamps in Portugal ist riesig – von der familiären Unterkunft am Strand bis hin zu Premium-Surfcamps mit Pool, Wellness oder täglichem Yogaprogramm ist alles dabei. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Anbieter inklusive persönlicher Erfahrungsberichte findest du im großen Surfcamp-Vergleich für Portugal bei Surfnomade.

Damit du das passende Camp für dich findest, solltest du vor der Buchung zudem einige wichtige Punkte beachten:

  • Gruppengröße: Kleine Gruppen bedeuten mehr individuelle Betreuung und Sicherheit im Wasser. Eine Anzahl von maximal 6 Kursteilnehmern pro Surflehrer ist ideal.
  • Lage: Direkt am Surfspot mit der Option auch außerhalb der Kurse surfen zu gehen? Oder mit täglichem Shuttle zu wechselnden Stränden? Beides bietet Vor- und Nachteile.
  • Zielgruppe: Manche Surfcamps richten sich eher an junge Leute, die gerne Party machen, andere sind familienfreundlich, bieten Einzelzimmer und sind besonders ruhig gelegen.
  • Sprachen: Wird der Surfunterricht auf Deutsch oder Englisch angeboten?
  • Ausstattung: Gibt es einen Pool, ein Yogadeck und einen Wellnessbereich? Oder brauchst du für deinen Surfurlaub nur das Nötigste?

Was kostet ein Surfcamp in Portugal?

portugal surfboards

Die Kosten für ein Surfcamp in Portugal variieren je nach Saison, Ausstattung und deinen individuellen Bedürfnissen.
Insgesamt haben die Preise in den letzten Jahren auch in Portugal spürbar angezogen. Für eine Woche in einem Premium-Surfcamp mit Vollpension und Unterbringung im Einzelzimmer zahlst du in der Hauptsaison teilweise deutlich über 1000 Euro.

Eine Surfcamp-Woche mit Unterkunft im Dorm kannst du in der Nebensaison aber schon ab 400 Euro pro Woche finden. Das Frühstück ist dabei in der Regel genauso im Preis enthalten wie das Surf-Equipment und der tägliche Surfkurs. Extraleistungen wie Vollpension, Yoga oder Flughafentransfer kosten je nach Surfcamp extra.

Welche Ausrüstung brauchst du?

surfboard ausruestung portugal

Als Surfanfänger brauchst du nicht viel – vor allem nicht, wenn du deinen Urlaub in einem Surfcamp verbringst, wo dir das Equipment gestellt wird. Dennoch ist es hilfreich, die Basics zu kennen:

Surfboard: Als Surfanfänger solltest du dir auf jeden Fall erstmal ein großes Softboard leihen. Hast du Gefallen am Surfen gefunden und willst dein Level steigern, solltest du bald auf ein größeres Hardboard umsteigen

Neoprenanzug: In Portugal brauchst du je nach Saison einen 3/2 oder 4/3 mm Wetsuit. Auch diesen kannst du dir im Surfcamp leihen. Brauchbare Neoprenanzüge gibt es ab ca. 150 €

Leash & Wax: Die Sicherungsleine / Leash verbindet dich mit deinem Surfboard. Wax wird benötigt damit du sicheren Halt auf dem Board hast. Auch bei Aufenthalten im Surfcamp empfehlen wir oft eine eigene Leash, eigenes Wax und einen Waxkamm mitzunehmen, da hier oft gespart wird

Sonnencreme & Zink: Der Atlantik spiegelt kräftig – Sonnenschutz ist ein Muss. Das sollte ein speziell für Wassersportler geeigneter Sonnenschutz sein, der extrem extrem wasserfest ist und die Meerfauna nicht schädigt. Besonders beliebt bei Surfern ist Zink Sonnencreme.

Sicherheit beim Surfen

Sicherheit beim Surfen portugal

Auch wenn Surfen Spaß macht – das Meer bleibt eine nicht zu unterschätzende Naturgewalt. Ein paar Grundregeln solltest du gerade als Anfänger unbedingt beachten:

  • Nie allein surfen gehen.
  • Checke täglich die Bedingungen: Strömung, Wind, Gezeiten – und halte dich an grundlegende Surf-Sicherheitsregeln, die du in einem Surfkurs lernst. Achte besonders auf Strömungen und frage im Zweifel immer bei Surfschule oder Locals nach.
  • Lerne die Vorfahrtsregeln und respektiere Einheimische und andere Surfer im Line-up.
  • Achte besonders auf den Shorebreak (Wellen die direkt am Strand brechen). Diese können sehr kraftvoll und gefährlich sein.

Portugal erleben

Portugal Essen

Surfen steht natürlich im Mittelpunkt – aber Portugal hat mehr zu bieten. In der Algarve locken beeindruckende Steilküsten und kleine Fischerdörfer. In Lissabon kannst du durch enge Gassen bummeln, in Ericeira frischen Fisch essen oder in Peniche Bootstouren rund um die Berlenga-Inseln machen. Und natürlich lohnt sich ein Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer – am besten mit kühlem Getränk nach einem erfolgreichen Surftag.

Surfen lernen in Portugal FAQs

Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Portugal?

Portugal ist ganzjährig surfbar. Für Anfänger sind Frühling und Sommer ideal, da die Wellen kleiner und die Bedingungen ruhiger sind.

Brauche ich einen Neoprenanzug in Portugal?

Ja, fast immer. Selbst im Sommer ist das Wasser kühl (ca. 18–22°C), daher empfiehlt sich ein 3/2 mm Neoprenanzug

Ist Portugal für Anfänger geeignet?

Ja, Portugal gehört zu den besten Surf-Destinationen für Anfänger in Europa.

Kann man ohne Surfschule surfen lernen?

Grundsätzlich ja, aber ein Kurs ist besonders am Anfang sehr empfehlenswert.

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